
Dr. Karin Leipold
10+ Jahre Erfahrung im Bereich Online Marketing. Ich helfe Heilpraktikern und Therapeuten dabei, online Klienten zu akquirieren, damit sie sich auf die gesundheitliche Betreuung ihrer Patienten konzentrieren können.
Du sitzt in deiner Praxis, tippst „Heilpraktikerin Augsburg“ in Google und scrollst. Und scrollst. Irgendwann taucht deine Website auf, oder eben nicht.
Ich verstehe gut, warum man das macht. Es ist der naheliegendste Weg.
Leider ist er auch ziemlich ungenau. Was du bei dieser Suche siehst, ist nämlich nicht das, was deine Patient:innen sehen.
In diesem Artikel zeige ich dir, warum die Selbstsuche dich in die Irre führt und mit welchen kostenlosen Werkzeugen du stattdessen herausfindest, wo deine Praxis bei Google steht.
Warum du dich nicht einfach selbst googeln solltest
Google zeigt nicht allen Menschen dieselben Ergebnisse. Die Suche ist personalisiert, und zwar vor allem nach zwei Dingen.
Dein Standort
Google weiß ziemlich genau, wo du gerade bist. Und bei Suchen mit lokalem Bezug zeigt es bevorzugt Praxen, die in der Nähe liegen.
Für dich heißt das: Wenn du in deiner Praxis sitzt und nach „Heilpraktikerin“ oder „Darmsanierung“ suchst, bist du der Praxis, die Google bevorzugen soll, so nah wie niemand sonst. Nämlich null Meter.
Eine Patientin, die drei Stadtteile weiter wohnt, sieht unter Umständen ganz andere Praxen weiter oben.
Dein Suchverlauf
Google merkt sich, welche Seiten du schon besucht hast, und schiebt sie in deinen Ergebnissen nach oben. Die Idee dahinter: Vielleicht suchst du sie ja wieder.
Wie oft warst du schon auf deiner eigenen Website? Eben.
Deine Website rutscht in deinen Ergebnissen also nach oben, ganz einfach weil du sie kennst.
Du siehst dich auf Seite 1. Das heißt noch lange nicht, dass deine Patient:innen dich dort sehen.
Erst klären: Welches Ranking meinst du eigentlich?
Bevor wir zu den Tools kommen, eine Unterscheidung, die in den meisten SEO-Anleitungen fehlt. Für eine Praxis vor Ort gibt es bei Google nämlich zwei Orte, an denen du auftauchen kannst:
- Die Karte mit drei Praxen ganz oben, gespeist aus den Google-Unternehmensprofilen. Im Fachjargon heißt das „Local Pack“ (es gibt immer nur englische Begriffe).
- Die normalen Suchergebnisse darunter, also die Liste der Websites.

Beides hängt zusammen, wird aber unterschiedlich bewertet. Bei der Karte spielt die Entfernung zur suchenden Person eine viel größere Rolle. Deshalb brauchst du für beide auch unterschiedliche Werkzeuge.
So prüfst du die Position deiner Website für einen Suchbegriff – in den normalen Suchergebnissen
Angenommen, du möchtest wissen, auf welcher Position deine Website für „Heilpraktiker Augsburg“ steht.
Der übliche Tipp lautet: Öffne ein Inkognito-Fenster. Das ist nicht falsch, denn dort fällt dein Suchverlauf weg. Dein Standort aber nicht. Und scrollen musst du trotzdem.
Tool 1: Keyword Rank Checker von Ahrefs (kostenlos)
Einfacher geht es mit einem kostenlosen Rank Checker, zum Beispiel dem Keyword Rank Checker von Ahrefs. Du gibst den Suchbegriff und deine Website-Adresse ein, wählst Deutschland als Land aus, und das Tool sagt dir, auf welcher Position du stehst.

So liest du die Zahl:
- Position 1 bis 10 bedeutet ungefähr Seite 1 bei Google
- Position 11 bis 20 ist Seite 2
- und so weiter
Wichtig dabei: Solche Tools prüfen ohne deinen Standort. Nimm deshalb den Ort direkt mit in den Suchbegriff auf, also „Heilpraktiker Augsburg“ statt nur „Heilpraktiker“. So suchen viele Menschen ohnehin.
Notier dir die Position und schau in vier bis sechs Wochen wieder nach. Ein Ranking ändert sich nicht von heute auf morgen, und tägliches Nachschauen macht dich nur kirre.
So findest du Suchbegriffe, von denen du nichts wusstest
Du hast wahrscheinlich zwei, drei Suchbegriffe im Kopf, für die du gefunden werden willst. Deine Website kann aber für viele weitere Begriffe auftauchen, an die du nie gedacht hast.
Tool 2: Ubersuggest (kostenlos mit wenigen Abfragen pro Tag)
Ein Werkzeug dafür ist Ubersuggest. In der kostenlosen Version sind nur wenige Abfragen pro Tag möglich, für einen ersten Überblick reicht das.

So gehst du vor:
- Gib die Adresse deiner Website ein.
- Stell Sprache und Land auf Deutsch und Deutschland.
- Schau dir in den Ergebnissen die Suchbegriffe an.
Ganz ehrlich: Bei kleinen Praxis-Websites sind diese Daten oft dünn. Das liegt nicht an deiner Website, sondern daran, dass solche Tools vor allem Suchbegriffe mit viel Suchvolumen erfassen. „Darmsanierung Mühlhausen“ ist für sie oft zu klein. Für deine Praxis kann genau so ein Begriff aber der wichtigste sein.
Interessant sind Begriffe, bei denen du auf Position 11 bis 20 stehst. Da fehlt oft nicht viel bis zur ersten Seite. Schau dir die passende Seite deiner Website an: Erklärt sie das Thema ausführlich genug? Ist sie aktuell? Kommt der Begriff überhaupt klar im Text vor?
So siehst du, mit welchen Suchbegriffen Menschen wirklich auf deiner Website landen
Tool 3: Google Search Console (kostenlos von Google)
Die bisherigen Tools sagen dir, wo du stehst. Die Google Search Console sagt dir zusätzlich, was tatsächlich Besucher:innen auf deine Website gebracht hat. Sie ist kostenlos, kommt direkt von Google, und jede Praxis-Website sollte sie eingerichtet haben.

So findest du deine Rankings dort:
- Klick links auf Leistung und dann auf Suchergebnisse.
- Aktiviere oben alle vier Kästchen: Klicks insgesamt, Impressionen insgesamt, Durchschnittliche CTR und Durchschnittliche Position.
- Unten siehst du jetzt eine Liste deiner Suchanfragen mit den passenden Zahlen.
Die Spalte Position zeigt dir wieder, wo du durchschnittlich stehst. Das Besondere sind aber die Klicks. Kein anderes Tool kann dir sagen, welche Suchbegriffe echte Menschen auf deine Website geführt haben.
Lohnend sind außerdem Suchbegriffe mit vielen Impressionen, aber kaum Klicks. Das heißt: Google zeigt dich, aber niemand klickt. Oft steht die Seite zu weit unten, oder Titel und Beschreibung in den Suchergebnissen machen nicht klar, dass hier jemand genau bei diesem Thema helfen kann.
Kleiner Hinweis: Bei Websites mit wenigen Besucher:innen zeigt die Search Console nicht jeden einzelnen Suchbegriff an. Seltene Anfragen weist Google aus Datenschutzgründen nicht einzeln aus. Wundere dich also nicht, wenn die Liste kürzer ist als erwartet.
So prüfst du, wo deine Praxis auf Google Maps erscheint
Bei der Karte (du erinnerst dich: das Local Snack Pack) kommt es darauf an, wo die suchende Person gerade ist. Wer zwei Straßen von deiner Praxis entfernt sucht, sieht dich vielleicht ganz oben. Wer am anderen Ende der Stadt sucht, findet dich womöglich gar nicht unter den ersten drei.
Eine einzige Positionszahl hilft hier deshalb wenig. Die Lösung: ein Tool, was das berücksichtigt.
Tool 4: Google Maps Ranking Checker (auf meiner Website)
Aussagekräftiger ist eine sogenannte Raster-Analyse. Dabei wird dieselbe Suche von vielen Punkten rund um deine Praxis aus simuliert. Auf einer Karte siehst du dann, in welchem Umkreis deine Praxis weit oben erscheint und ab wo nicht mehr.
Genau dafür findest du auf meiner Website den Google Maps Ranking Checker. Er basiert auf Localo, einem Tool, mit dem ich selbst für meine Kund:innen arbeite.

So gehst du vor:
- Such deine Praxis so heraus, wie sie in deinem Google-Unternehmensprofil heißt.
- Gib einen Suchbegriff ein, für den du gefunden werden möchtest, zum Beispiel „Heilpraktiker“ oder „Darmsanierung“.
- Schau dir die Karte an: Jeder Punkt zeigt, auf welcher Position deine Praxis erscheint, wenn jemand genau an dieser Stelle sucht.
Typisch ist ein Bild wie dieses: Rund um deine Praxis stehst du weit oben, ein paar Kilometer weiter verschwindest du. Daran siehst du, wie groß dein Einzugsgebiet bei Google gerade ist und in welche Richtung andere Praxen dich überholen.
Einen Blick lohnt außerdem dein Unternehmensprofil selbst: Unter Leistung zeigt Google dir, mit welchen Suchbegriffen Menschen dein Profil gefunden haben. Da sind oft Überraschungen dabei. Manchmal suchen Patient:innen nach einem Beschwerdebild, das auf deiner Website kaum vorkommt.
Und kostenpflichtige Tools?
Es gibt Tools, die deine Rankings jeden Tag automatisch prüfen und als Kurve darstellen. Für Agenturen, die viele Websites betreuen, sind die praktisch.
Für die meisten Praxen sind sie verzichtbar. Ein Blick pro Monat in die Search Console und dein Unternehmensprofil reicht völlig, um zu sehen, ob sich etwas bewegt. Das Geld steckst du besser in eine Website, die gefunden wird.
Was die Zahlen dir sagen und was nicht
Ein Ranking ist eine Momentaufnahme. Es schwankt, je nachdem, wer wo sucht. Kein Tool kann dir eine Zahl liefern, die für alle gleichzeitig stimmt.
Du brauchst sie aber auch nicht. Wichtig ist die Richtung: Bewegst du dich nach oben? Tauchen neue Suchbegriffe auf? Kommen über Google mehr Anfragen?
Es ist aber wichtig zu verstehen: Gefunden werden reicht nicht. Eine gute Position bringt Menschen auf deine Website. Ob sie dann anrufen, entscheidet sich dort.
Du möchtest wissen, wo deine Praxis steht?
Wenn du die Zahlen vor dir hast, aber nicht genau weißt, was sie für deine Praxis bedeuten, schauen wir sie gern gemeinsam an. In meiner Praxis-Anamnese prüfe ich, wie Menschen aus deiner Region deine Praxis finden, wo es hakt und welche Schritte sich für dich wirklich lohnen.

Dr. Karin Leipold
Beraterin für SEO & Content Marketing
In meinem Blog teile ich mein Wissen zu den Themen SEO & Content Marketing. Ich helfe Heilberuflern dabei, durch gezielte Google-Optimierung und patienten-zentriertes Webdesign, Patienten kosteneffizient über die Website zu akquirieren – ganz ohne teure Anzeigen und zeitfressende soziale Netzwerke.
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